• Illustration eines digitalen Funkwasserzählers
  • Digitale Funkwasserzähler – das sollten Sie wissen

    Auch in unsere Zählerwelt zieht die Digitalisierung ein: Die bisherigen mechanischen Hauswasserzähler werden zukünftig durch funkauslesbare Wasserzähler ersetzt. Das ermöglicht eine Fernauslesung Ihrer Zählerstände – Ablesetermine und Zählerkarten gehören der Geschichte an. Ihren Wasserverbrauch können Sie selbstverständlich auch weiterhin jederzeit ganz einfach auf dem Display einsehen. Erfahren Sie jetzt mehr über den Austausch, die Funktionsweise und die Vorteile der neuen Funkwasserzähler.


    Wie findet der Austausch der Wasserzähler statt?

    In Freiburg, Lahr und Offenburg sind wir für den Austausch der Wasserzähler zuständig.

    • In Freiburg haben wir im Juli 2020 mit der Umstellung auf funkauslesbare Wasserzähler gestartet.
    • In Lahr beginnt der Austausch ebenfalls noch in diesem Jahr, Offenburg folgt im kommenden Jahr.

    Nach Ablauf der Eichfrist von sechs Jahren wird Ihr Zähler gegen den neuen Funkwasserzähler getauscht. Ein Zählerwechsel vor Ablauf der Eichfrist findet nicht statt. Der Zählertausch wird ca. zwei Wochen vorher schriftlich angekündigt. Sofern der angekündigte Termin für Sie nicht passen sollte, finden wir mit Ihnen gemeinsam einen neuen Termin.

    Wann soll der Zähleraustausch abgeschlossen sein? Innerhalb des Turnuswechsels von sechs Jahren sollen alle Zähler in Freiburg, Lahr und Offenburg ausgetauscht sein.


    Wie funktioniert der Funkwasserzähler?

    Der digitale Funkwasserzähler von Diehl misst den Durchluss per Ultraschall.
    Ultraschallwasserzähler erfassen präzise den Verbrauch.

    Der digitale Funkwasserzähler basiert auf dem Verfahren der Laufzeitdifferenz. Im Zähler befindet sich ein Ultraschallwandler, der ein Ultraschallsignal in und entgegen der Durchflussrichtung sendet. Dieses Ultraschallsignal wird an einem Reflektor reflektiert. Dann passiert es das Messrohr und kommt am zweiten Reflektor an. Das ankommende Ultraschallsignal wird an den zweiten Ultraschallwandler gesendet. Hierbei ist die Zeit des Signals in Durchflussrichtung kürzer, als die Zeit gegen die Durchflussrichtung. Diese Laufzeitdifferenz ist proportional zur Fließgeschwindigkeit und gibt damit das genaue Durchflussvolumen an. Kombiniert mit den Angaben des Messrohrquerschnitts lässt sich das Durchflussvolumen berechnen.

    Diese Ultraschallmessung wird alle zwei Sekunden vorgenommen. Um Strömungsauswirkungen besser einkalkulieren zu können, wird zusätzlich alle vier Sekunden eine Messung der Wassertemperatur durchgeführt. Die ermittelten Daten speichert der Zähler ab. Dieser Prozess findet im Zählerinneren fortlaufend statt.

    Auf Basis dieser permanenten Messungen werden relevante Verbrauchswerte als Datenpaket verschlüsselt und per Funksignal an unsere datenschutzgesicherten Funkauslesegeräte gesendet.

    Vorteile im Überblick

    Was sind die Vorteile eines Funkwasserzählers?

    Digitalanzeige eines Funkwasserzählers
    Im Display wird jederzeit der aktuelle Zählerstand angezeigt.
    • Die Zählerstände werden nicht mehr händisch abgelesen und aufwändig erfasst und übermittelt. Die Ultraschallmesstechnik misst den Verbrauch zuverlässig und sehr genau.
    • Die Funkfunktion ermöglicht die Fernauslesung der Zählerstände. Terminabsprachen und Übertragungsfehler entfallen.
    • Im Vergleich zu den heutigen Mehrstrahlflügelradzählern enthalten die Ultraschallzähler keine beweglichen Teile. Das heißt die neuen Funkwasserzähler weisen einen deutlich geringeren Verschleiß auf und sind weniger stör- und reparaturanfällig.
    • Die neue Funkwassertechnologie hat eine deutlich längere Lebensdauer als die Mehrstrahlflügelradzähler, sodass die Wechselfristen der Zähler um mehrere Jahre verlängert werden können.
    • Ein weiterer Vorteil ist, dass die neuen Wasserzähler auf mögliche Störungen aufmerksam machen. Auf Grundlage der empfangenen Datenpakete können wir Rückschlüsse auf das vorgelagerte Trinkwassernetz ziehen. So können z. B. Leckagen oder Wasserrohrbrüche schneller ausfindig gemacht oder mögliche schadhafte Bereiche frühzeitig behoben werden. So sparen die neuen Zähler gleichzeitig Trinkwasser, weil Wasserverluste vermieden werden können.

    Häufig gestellte Fragen

    Warum haben wir uns für den Einsatz von Funkwasserzählern entschieden?

    Der Einsatz von auslesbaren Funkwasserzählern ermöglicht eine deutlich effizientere Zählerablesung. Hierbei werden tagesgenaue Zählerdaten gewonnen, ohne Risiko von Ablese- und Übermittlungsfehlern. Ihre Verbrauchsabrechnung wird stichtagsgenau ausgewiesen.

    Wie hoch ist die Funkbelastung?

    Der Ultraschallwasserzähler sendet in regelmäßigen Abständen Funksignale aus. Eine Funksequenz dauert zwischen 4 bis 15 Millisekunden. Zwischen den Aussendungen ist eine Sendepause einzuhalten, die mindestens tausendfach länger ist als eine Funksequenz bzw. Aussendung. Der Funkzeitraum eines Zählers beträgt maximal 86,4 Sekunden pro Tag.

    Der verwendete Ultraschallzähler sendet mit einer Leistung von weniger als 25 mW (0,025 Watt). Zum Vergleich: Ein Mobiltelefon sendet mit einer Leistung von 2.000 mW, ein Fernsehsender liegt bei 500.000 mW.

    Welche Dateninhalte werden übermittelt?

    Der Funkwasserzähler ermöglicht Messergebnisse in Echtzeit. Die relevanten Verbrauchswerte werden als Datenpaket abgespeichert und per Funksignal an die Funkauslesegeräte bzw. das Rechenzentrum von badenova gesendet. Das versendete Datenpaket beinhaltet unter anderem folgende Inhalte: Zählernummer, aktuelle Datums- und Zeitangabe, Verbrauchsstände wie beispielsweise Gesamtvolumen, Vorwärtsvolumen, Rückwärtsvolumen und minimaler/maximaler Durchfluss. Auch Temperaturangaben, etwaige Fehlermeldungen und der Systemstatus des jeweiligen Zählers werden übermittelt.

    Die Daten des Wasserverbrauchs sind, ungeachtet des Funksignals, weiterhin für Sie zugänglich und können über das digitale Display des Funkwasserzählers abgelesen werden.

    Wie oft werden die Daten vom Funkwasserzähler abgerufen?

    Die elektronischen Daten des Funkwasserzählers werden turnusgemäß zum Zweck der Abrechnung ausgelesen. Darüber hinaus behalten wir uns vor, die elektronischen Daten anlassbezogen zu beziehen. Wenn beispielsweise auf Grund eines Rohrbruchs oder anderen Gefahrenanlässen die elektronischen Daten benötigt werden, sind wir als Ihr Trinkwasserversorger dazu berechtigt, diese im Einzelfall separat auszulesen (Schadensklärung, etc.).

    Was passiert mit den gewonnenen Daten?

    Die verschlüsselten Datenpakete werden im internen Rechenzentrum von badenova gespeichert und verarbeitet. Die abrechnungsrelevanten Daten werden spätestens nach 10 Jahren gelöscht und stehen dann nicht mehr zur Verfügung.

    Kann das Funkmodul ausgeschaltet werden?

    Der Funk kann im Fall eines begründeten Widerspruchs der Datenverarbeitung deaktiviert werden. Die Funktion des Zählers an sich wird durch die Deaktivierung des Funkmoduls nicht eingeschränkt.

    Habe ich das Recht, der Verarbeitung der personenbezogenen Daten zu widersprechen?

    Ja, sofern wir eine Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zur Wahrung unserer berechtigten Interessen oder öffentlicher Interessen vornehmen, haben Sie aus Gründen, die sich aus Ihrer besonderen Situation ergeben, jederzeit das Recht, gegen diese Verarbeitung Widerspruch einzulegen.

    Wie werden meine persönlichen Daten geschützt?

    Der Schutz Ihrer persönlichen Daten ist uns sehr wichtig. Aus diesem Grund können wir Ihnen versichern, dass die Datenpakete einzeln verschlüsselt werden und diese keinerlei Rückschlüsse auf Ihr persönliches Nutzerverhalten zulassen. Die Funkwasserzähler bedienen sich dabei einem Sicherheitskonzept, das die höchste Datensicherheit garantiert und den Anforderungen des „Deutschen Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik“ (BSI) entspricht.

    Hier finden Sie ergänzende Informationen zum Datenschutz.