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16.04.2020

badenova investiert in die Trinkwasserinfrastruktur der Region

Arbeiten am Trinkwasserbehälter Schlossberg und im Wasserwerk Hausen: Trinkwasser ist das Lebensmittel Nr. 1 und muss zu jedem Zeitpunkt höchsten Qualitätsansprüchen genügen. Basis dafür ist eine stets top gepflegte und moderne Trinkwasserinfrastruktur. Aktuell saniert badenova nicht nur den Hochbehälter Schlossberg am Rande der Freiburger Innenstadt, sondern investiert auch im Wasserwerk Hausen in neue technische Anlagen. Auch während der Corona-Pandemie geht der Einsatz für eine hohe Trinkwasserqualität ungehindert weiter.

Der Hochbehälter am Schlossberg bekommt eine neue Innenauskleidung aus Polyethylen-Platten.
Der Hochbehälter am Schlossberg bekommt eine neue Innenauskleidung aus Polyethylen-Platten.

Der Hochbehälter Schlossberg gehört zu den dienstältesten und zentralsten Standbeinen der Wasserversorgung für Freiburgs Altstadt. Zusammen mit dem „Wasserschlössle“ im Sternwald versorgt er die Menschen östlich der Güterbahnlinie. Der Hochbehälter aus den Jahren 1874-1876 bekommt in seinen beiden Wasserkammern eine neue Innenauskleidung aus Polyethylen-Platten (PE), die speziell für Trinkwasser zugelassen sind. Weichmacher können also nicht ins Wasser gelangen. Die Auskleidung sowie die Rundumerneuerung der Regulierungs-Armaturen werden im Sommer 2021 abgeschlossen sein. Die exponierte Lage am Schlossberg stellte eine Herausforderung für die Sanierung dar, ebenso dass der Hochbehälter unter Denkmalschutz steht. U.a. Fassade und die Bogentreppen aus rotem Sandstein im Inneren gelten als schützens- bzw. erhaltenswert und sind als Industrie- und Kulturdenkmal eingestuft. Gleiches trifft auch auf den von der Wiehre gut sichtbaren Hochbehälter „Wasserschlössle“ im Freiburger Sternwald zu. Bereits 2010 wurde dieser generalsaniert. Die Wasserkammern des HB Schlossberg unterhalb des beliebten Aussichtspunkts „Wasserplatz“ besitzen zusammen ein Speichervolumen von 3,7 Millionen Litern Wasser. Die Maße des Hochbehälters betragen stolze 54 Meter mal 19 Meter mal 7 Meter – die Menge an Wasser reicht aus, um ca. 30.000 Einwohner täglich zu versorgen. Nach außen erkennbar ist recht wenig, da das Bauwerk in das Gelände eingepasst wurde und viele Bereiche unterirdisch sind. Die Fassade des Betriebshauses wurde schon 1992 von der Stützmauer bis hin zur Balustrade restauriert. Der in die Stützmauer eingelassene Laufbrunnen wird mit frischem Trinkwasser aus dem Hochbehälter versorgt.

Sanierungen auch im Wasserwerk Hausen

Der UV-Reaktor im Wasserwerk Hausen an der Möhlin.
Der UV-Reaktor im Wasserwerk Hausen an der Möhlin.

Ein weiteres großes Invest für die Zukunftsfähigkeit der hiesigen Trinkwasserinfrastruktur führt badenova derzeit im Wasserwerk Hausen an der Möhlin durch. Dort laufen Arbeiten zur Errichtung einer neuen UV-Desinfektionsstufe. Desinfektion bedeutet das Abtöten oder die Inaktivierung von pathogenen Mikroorganismen wie z. B. Bakterien. Durch die UV-Bestrahlung im Wellenbereich zwischen 200 und 30 Nanometer (nm) wird dies zuverlässig erreicht. Auch eine Hauptwasserpumpe, die eine zentrale Bedeutung hat, wird im Werk ausgetauscht. Sie dient dazu, Wasser aus Hausen nach Freiburg zu pumpen. Das Wasserwerk Ebnet und das in Hausen sind die beiden großen Standbeine der hiesigen Trinkwasserversorgung und sichern sich gegenseitig ab. Die Aufgaben des Wasserversorgers badenova sind breit gefächert und reichen weit über die reine Netzpflege hinaus: Grundwasserschutz, Qualitätskontrolle, Beratung der Landwirtschaft, Forschung und Entwicklung u. v. m. sind zwingend notwendig, um auch zukünftig die hervorragende Qualität des hiesigen Wassers zu sichern.